Malakka

Malakka 1 Von Singapur geht es mit dem Bus weiter nach Malaysia. Hinter der Brücke, die über die schmale Meerenge beide Staaten verbindet, erreicht man zunächst einen gigantischen Grenzterminal. Dann wird etwas stressig: alle Leute raus aus dem Bus, im ersten Terminal den Ausreisestempel holen, auf der anderen Seite wieder rein in den Bus, nach hundert Metern alle wieder raus, diesmal mit Gepäck, Einreiseformalitäten, Pass- und Gepäckkontrolle auf der malaiischen Seite... bei einer Familie gibt es  Probleme, die Weiterfahrt verzögert sich erst mal eine halbe Stunde. Dann dürfen alle Einreisen und nach zweieinhalb Stunden erreichen wir Malakka (Melaka). Im Süden bietet sich das gleiche Bild wie bei allen unseren Fahrten durch West-Malaysia. Die Strassen führen häufig durch Regenwaldgebiete, alles ist üppig grün. Da wo der Regenwald durch staatlich vorangetriebene Abholzung gerodet wurde, fährt man durch endlose Palmen- oder Kautschukplantagen, auch ein schöner Anblick aber ökologisch weniger sinnvoll. Insgesamt haben wir aber den Eindruck, das die malaiische Halbinsel noch überwiegend bewaldet ist, die große Regenwaldvernichtung findet wohl auch hauptsächlich auf Borneo statt.  

Wegen Wochenende / Feiertag (eigentlich ist ständig irgendwo ein Feiertag, dank der vielen Religionen, und alle anderen feiern natürlich dann auch), ist ein Mordverkehr in der Kleinstadt Malakka. Ein Vertreter des Guesthouses, das wir uns aus den Reiseführer ausgesucht hatten, ist auch schon am Busbahnhof und schafft es, ein Taxi zu organisieren. Das einfache Guesthouse liegt relativ zentral und hat eine nette familiäre Atmosphäre.

Malakka 3 An diesem Tag reicht es nur noch zu einem kleinen Spaziergang durch die Stadt und einem Besuch auf dem Nachtmarkt. Da sind, wie meist in Malaysia, zahllose Garküchen in einem Foodstall zusammen angesiedelt. Mobile Küchen sieht man nur noch selten. Das Sortiment ist aber dasselbe, vor allem im Malakka war’s köstlich.
Einen weiteren Tag verbringen wir in Malakka. Das historische Zentrum mit den Bauten von Holländern und Resten der portugiesischen Zeit ist überschaubar und lässt sich bequem zu Fuss erkunden.
Der ehemalige Sultanspalast, komplett aus Holz, wurde irgendwann zerstört, nun gibt es einen detailgetreuen Nachbau. Sehr schön sind die umliegenden Gärten, außerdem gibt’s im inneren ein kleines Museum.

Ein paar schöne Gassen findet man in der alten Chinatown längs des Flusses. Leider herrschte auch hier ein ziemlicher Autoverkehr, der den Bummel etwas trübte, zudem gab es an diesem Tag eine Mordshitze.
In der Chinatown liegen auch ein paar interessante Tempel und Moscheen, der chinesische Tempel unten ist der älteste in Malaysia.


Malakka 4 Malakka 5

Religiöse Vielfalt in Malaysia: Chinesischer und Hindu-Tempel, Moschee

Ein Besuch in Malakka war auf jeden Fall interessant, in zwei Tagen hat man allerdings auch alles gesehen. Wir beschließen, weiterzufahren.

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