Il-Belt Valletta

Valletta 1 Die Hauptstadt − für unser Verständnis mit ca. 12.000 Einwohnern eher ein Städtchen − steht weitgehend unter Denkmalschutz und gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Bei der Anfahrt vom Flughafen f?t als erstes die Topografie der Stadt ins Auge: enge, steile Strassen, an deren Ende immer das Meer glitzert. Mit zahllosen Spaziergängen habe ich die Stadt Stück für Stück erkundet, immer wieder bieten sich atemberaubende Ausblicke. Vor allem die schattigen Strassen, steil und mit Treppen an den Seiten, gesäumt von bunten Balkonen, machen den Reiz der Stadt aus. Dazu kommen zahlreiche historische Gebäude aus der Johanniterzeit, heute teilweise ganz profan genutzt (z.B. als Postamt).

Grandios sind die Festungsanlagen, die wohl ihresgleichen suchen. Als Bollwerk gegen die Osmanen wurde ein uneinnehmbarer Ordenssitz gebaut, der tatsälich nie erobert wurde (bis ihn die Deutschen im 2. Weltkrieg in Schutt und Asche bombten). Der beste Blick auf die Festung bietet sich bei einer − ohnehin sehr empfehlenswerten − Hafenrundfahrt, die Stadt mit ihren Mauern erhebt sich bis zu 60 Meter aus dem Wasser. Zum Land hin ist Valletta mit meterdicken Mauern und einem rund 50 Meter tiefen Graben gesichert.

Valletta 2 Sehr schöne Ausblicke bieten sich vor allem von den Upper Barraca Gardens, am Panorama des Naturhafens Grand Harbour mit den alten Fastungsstädten gegenüber von Valletta konnte ich mich kaum sattsehen.

Valletta ist hauptsächlich Verwaltungs- und Einkaufsstadt, nach Geschäftsschluss wird es sehr, sehr ruhig. Gerade abends, ohne Verkehr und Geschäftigkeit, kommt das Spazieren durch die Stadt fast einer Zeitreise gleich.
Das Nachleben beschränkt sich auf einige wenige Pubs, die spätestens um Mitternacht ebenfalls schließen. Dafür sind die Lokale urig und unterhaltsam. Ein besonderes Erlebnis war ein Abend mit der singenden Mannschaft eines englischen Flugzeugträgers in einer winzigen Kaschemme, eine ungewohnt laute Veranstaltung in der abendlichen Stille.

In meinem Malta-Lieblingsort wurde mir nie langweilig, es gab immer wieder neues zu entdecken, was dem meisten Tagesausflüglern verborgen bleibt. Angefangen vom Flohmarkt über eine winzige Pastizzi-Bäckerei mit allerlei Leckerein, Abendessen im Club der Labour-Party oder Bingo im His King´s Own Bandclub nach altenglischer Tradition, es bot sich viel interessantes, amüsantes und zahlreiche Begegnungen mit Einheimischen. Aus manchem kurzen Bier wurden so stundenlange Gespräche, durch die ich ein fremdes Land vielleicht ein wenig kennen lernen konnte.

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