Krabi
Am
nächsten Tag geht’s dann weiter nach Krabi. Leider
begleiten uns den ganzen Tag über sinnflutartige Regenfälle.
Am Ao Nang Beach angekommen, sind wir schon etwas genervt und nach
längerer erfolgloser Zimmersuche dann auch total durchnässt.
Außer extrem teueren Luxus-Bungalows ist hier nichts zu haben,
deshalb trinken wir erst mal Kaffee und fahren dann zurück nach
Krabi-Town.
Dort
finden wir ein nettes Zimmer, zum Glück auch noch groß
genug, um den nassen Inhalt unserer Rucksäcke auszubreiten.
Nach
diesem etwas stressigen Tag gönnen wir uns abends einen guten
Schluck Mehkong, Eiswürfel gibt’s im Hotel gleich
eimerweise zu erwerben. In der Stadt besorgen wir uns Regencapes, die
auch mit über den Rucksack gehen - man weiß ja nie.
Am nächsten Tag regnet es noch weiter, Besserung zeichnet sich aber ab. Den Großteil unserer mittlerweile getrockneten Klamotten bringen wir erst mal zur nächsten Wäscherei. Wir fahren noch mal zum Ao Nang Beach und nutzen den Tag um am Strand zu spazieren und ein paar Muscheln zu sammeln. Vor allem der Noppharat Tara Beach ist bei Ebbe ein einziger Muschelfriedhof mit ziemlich ausgefallenen Exemplaren.
Abends
geht’s meist auf den Nachtmarkt von Krabi, der noch
ursprünglich ist. Es gibt nur Lebensmittelstände und
zahlreiche Garküchen mit kleinen Leckereien. Krabi Town ist
ohnehin recht gemütlich, wenn auch durch die Einheitsbauweise
etwas gesichtslos. Es ist tatsächlich manchmal schwierig, sich
zu orientieren, weil alle Strassen mehr oder weniger gleich aussehen.
An einem Abend essen wir in einem kleinen moslemischen Restaurant.
Niemand spricht englisch und die Speisekarte ist nur in Thai
erhältlich. Es geht sofort jemand los und holt einen Nachbarn,
der des Englischen kundig ist und uns übersetzt. Das Essen ist
spitze und die Preise liegen zu unserem Erstaunen am Ende auf
Garküchen-Niveau.
Zum
Frühstück verschlägt es uns öfters zu
„May&Mark’s“. Der deutsche Auswanderer und
seine Frau bieten selbstgebackenes Vollkornbrot und einen
Spitzenkaffee an, ein Genuss nach mehreren Wochen Nescafe, Toast und
american breakfast.
Unser
Lieblingsstrand wird der Tham Phra Nang Beach. Er liegt auf einer
Halbinsel, zum Land hin von riesigen Felsen abgetrennt und ist nur
per Boot erreichbar. Die Fahrt von Krabi aus dauert etwa eine Stunde,
vorbei an Fischereiflotten und einer super Küstenlandschaft. Das
Boot legt am palmengesäumten Strand an. Die beiden Längsseiten
der Halbinsel bilden zwei Strände, dazwischen ist mittlerweile
jeder Flecken mit Bungalows zugebaut.
Der Tham Phra Nang liegt an der
Spitze der Halbinsel und ist durch einen kleinen Dschungelpfad mit
frechen Affen zu erreichen. Unter den Bäumen gibt es reichlich
Schatten, es ist nicht zu voll und schwimmende Garküchen sorgen
für Erfrischung. Die Lage des Strandes zwischen riesigen
Felswänden ist traumhaft. Hier faulenzen wir die letzten Tage,
bevor es wieder zurück nach Bangkok geht und genießen die
mittlerweile wieder reichlich scheinende Sonne.